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365FarmNet wird eingestellt — was Betriebe jetzt wissen müssen

Von Simon Steiner · Stand: 21. August 2026 · Lesezeit ca. 3 Minuten

Viele Betriebe führen ihre Ackerschlagkartei seit Jahren in 365FarmNet. Damit ist bald Schluss: CLAAS integriert die Plattform vollständig in das eigene Portal CLAAS connect — die bisherige 365FarmNet-Plattform lässt sich noch bis Ende November 2026 nutzen. Danach ist sie Geschichte.

Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund zur Planung. Denn der Zeitpunkt ist unglücklich: Fast zeitgleich, ab dem 1. Januar 2027, wird die elektronische, maschinenlesbare Pflanzenschutz-Dokumentation verbindlich. Wer jetzt wechselt, wechselt also am besten gleich in ein System, das die neuen Pflichten von Haus aus abdeckt — Details dazu im Artikel Pflanzenschutz-Dokumentation ab 2026/2027.

Was genau passiert

Die drei Wege — und für wen sie passen

WegPasst, wenn …Woran du denken solltest
CLAAS connectdu CLAAS-Maschinen fährst und die Maschinendaten-Anbindung nutzen willstBindung an die CLAAS-Welt; prüfe, ob alle deine bisherigen Funktionen übernommen werden
Andere Schlagkartei-Softwaredu unabhängig von einem Maschinenhersteller bleiben willst2027-Tauglichkeit prüfen (EPPO-Code, BBCH, Zulassungsnummer als Pflichtfelder), Datenimport testen
Zurück zu Papier/ExcelKeine echte Option mehr: ab 2027 müssen Pflanzenschutz-Aufzeichnungen elektronisch und maschinenlesbar geführt werden

Checkliste für den Umstieg

  1. Nicht auf November warten. Der Deutsche Raiffeisenverband rät, schon 2026 auf ein Ackermanagementsystem umzustellen — dann läuft die elektronische Erfassung ab 2027 „mit geringstem Mehraufwand" einfach weiter.
  2. Daten exportieren, solange die Plattform läuft. Schläge lassen sich aus 365FarmNet als Shapefile exportieren (meist als ZIP mit .shp/.dbf/.prj). Diesen Export solltest du in jedem Fall sichern — egal, wohin du wechselst.
  3. Import im Zielsystem testen, bevor du dich festlegst. Ein guter Test: Export-ZIP ins neue System laden und prüfen, ob Flächengeometrien, Schlagnamen und FLIK ankommen.
  4. 2027-Pflichtfelder prüfen. Das neue System sollte EPPO-Code, BBCH-Stadium, Zulassungsnummer und behandelte Fläche als reguläre Felder führen — nicht als Freitext.
  5. Altdaten aufheben. Aufzeichnungen über Pflanzenschutz-Anwendungen müssen mindestens drei Jahre aufbewahrt werden, Unterlagen zur Düngung sieben Jahre. Exportiere also auch deine alten Maßnahmen, nicht nur die Schläge.

Umzug ins Schlagbuch: Das Schlagbuch liest den 365FarmNet-Shapefile-Export direkt im Browser ein — Flächen, Namen und FLIK inklusive, ohne Dienstleister und ohne Abtippen.

Warum der Zeitpunkt auch eine Chance ist

Ein Systemwechsel nervt — aber er steht ohnehin an: Die Papier-Schlagkartei stirbt regulatorisch, und wer 2026 wechselt, hat ein Jahr Puffer, bevor die elektronische Pflicht greift. Statt zweimal umzustellen (erst Software, dann Doku-Pflichten), lässt sich beides in einem Schritt erledigen. Worauf es bei einer prüfsicheren Schlagkartei grundsätzlich ankommt, steht im Überblick Ackerschlagkartei: Was wirklich Pflicht ist.

Simon SteinerGründer der Tools for Tomorrow GmbH und Entwickler des Hofbuchs. Schreibt hier über Aufzeichnungspflichten, weil sie als Felder in der Software landen müssen — jede Angabe im Magazin ist gegen Verordnungstext oder Behördenauskunft geprüft. Fehler gefunden? hey@tomorrow.tools
Aus der Praxis

Deine Schlagkartei, fertig für 2027.

Das Schlagbuch dokumentiert Maßnahmen, Pflanzenschutz (EPPO-Code, BBCH, Zulassungsnummer) und Düngung digital und lückenlos — und liest 365FarmNet-Exporte direkt ein. 6 Monate kostenlos.

Zum Schlagbuch

Quellen

  1. profi: Claas integriert 365FarmNet vollständig in Claas connect
  2. agrarheute: Claas stellt 365FarmNet ein — Landwirte müssen wechseln
  3. Deutscher Raiffeisenverband: Elektronische Aufzeichnungen gemäß PflSchG ab 2027
  4. LWK Niedersachsen: Dokumentationspflicht von Pflanzenschutzmittel-Anwendungen — neue Vorgaben ab 2026

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Daten & Hoheit

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Kein Tracking

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Rein und wieder raus

Beim Umstieg liest Hofbuch den Shapefile-Export aus deinem alten System direkt ein. Und du kommst jederzeit wieder heraus: vollständiger Export als JSON und CSV, ohne Kündigungsfrist und ohne Rückfrage.

Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.