Maschinenkosten Excel-Vorlage kostenlos
Kostenlose Excel-Vorlage für die Maschinenkosten im Betrieb. Abschreibung, Zinsansatz, Diesel und Reparatur je Stunde und je Hektar — mit der tatsächlich gefahrenen Auslastung statt einem Schätzwert. Ohne Anmeldung.

Kostenlos, ohne Anmeldung. Läuft in Excel, LibreOffice und Numbers.
- Stand
- 23. August 2026
- Version
- 1.0
- Rechtsgrundlage
- keine — Betriebsauswertung
- Aufbewahrung
- —
Was drin ist
| Blatt | Wofür |
|---|---|
| Start | Betriebsangaben, Rechenweg, Zellen-Legende |
| Ausfüllhilfe | Je Spalte ein Satz |
| Vorgaben | Zinssatz, Dieselpreis, Nebenkosten- und Restwertsatz |
| Maschinen | Anschaffung, Kaufjahr, Nutzungsdauer, Diesel, Reparatur, Vergleichssatz |
| Einsätze | Je Arbeitsgang eine Zeile: Maschine, Stunden, Fläche |
| Kosten | Kosten je Stunde, je Hektar und im Jahr, dazu der Vergleich |
| Grenzen | Was die Datei nicht kann |
Die Auslastung ist der ganze Punkt
Feste Kosten je Stunde sind feste Kosten im Jahr geteilt durch die Stunden im Jahr. Jede Katalogtabelle muss diese Stundenzahl annehmen — und mit der Annahme steht und fällt das Ergebnis. Bei tausend Stunden im Jahr wird die Schlepperstunde rund 15 Prozent günstiger als bei wenig Einsatz.
Diese Vorlage nimmt nichts an. Sie zählt die Stunden aus dem Blatt „Einsätze" zusammen. Was du aufgeschrieben hast, ist die Auslastung.
Wie gerechnet wird
Feste Kosten: Abschreibung, Zinsansatz auf das gebundene Kapital und Nebenkosten für Unterbringung, Versicherung und Steuern. Die Abschreibung läuft über Anschaffung minus Restwert, geteilt durch die Nutzungsdauer. Der Zinsansatz rechnet mit der halben Kapitalbindung, also dem Mittel aus Anschaffung und Restwert. Die Nebenkosten stehen mit 1,5 Prozent der Anschaffung im Jahr voreingestellt; üblich ist eine Spanne von 1,0 bis 2,0 Prozent.
Variable Kosten: Diesel aus Verbrauch mal Preis, Reparatur aus dem, was tatsächlich angefallen ist. Kein Prozentsatz, sondern die Zahl aus der Buchführung.
Restwert: Bleibt das Feld leer, rechnet die Datei mit 7,5 Prozent der Anschaffung.
Ein Beispiel
Schlepper für 95.000 €, zwölf Jahre Nutzungsdauer, kein Restwert eingetragen. Die Datei rechnet 7.125 € Restwert, 7.322,92 € Abschreibung, 1.531,88 € Zinsansatz und 1.425 € Nebenkosten — zusammen 10.279,80 € feste Kosten im Jahr.
Im Blatt „Einsätze" stehen 420 Stunden. Daraus werden 24,48 € feste Kosten je Stunde. Mit 15,60 € Diesel und 6,67 € Reparatur kostet die Stunde 46,75 €. Der Verrechnungssatz des Rings liegt bei 45 € — die Datei schreibt „Ring günstiger".
Stünden statt 420 nur 250 Stunden im Blatt, wären es 41,12 € feste Kosten je Stunde und die Antwort fiele anders aus. Deshalb die Spalte „Stunden im Jahr": Sie zeigt, worauf gerechnet wurde.
Nutzungsdauer ist nicht gleich Nutzungsdauer
Die AfA-Tabelle des Bundesfinanzministeriums nennt für Schlepper acht Jahre, für Pflug, Mähdrescher und Rundballenpresse zehn, für den mehrreihigen Kartoffel- und Rübenroder fünf. Das ist die steuerliche Nutzungsdauer. Ein Schlepper läuft in der Praxis länger. Wer die acht Jahre ungeprüft übernimmt, rechnet die Maschine zu teuer.
Die Werte stehen als Kommentar in der Spalte. Überschreiben ist ausdrücklich vorgesehen.
Keine Katalogwerte
Es stehen keine Standard-Anschaffungspreise, keine Standard-Reparatursätze und keine Standard-Verbräuche drin. Solche Kataloge gibt es, sie sind kostenpflichtig, und sie kennen deinen Betrieb nicht.
Woher die Stunden kommen: aus der Ackerschlagkartei. Wohin die Kosten gehören: in den Deckungsbeitrag, der bisher nur Lohn und Material kennt.
Selber fahren oder machen lassen
Dafür ist die Spalte „Vergleichssatz" da. Die Verrechnungssätze der Maschinenringe erscheinen jedes Jahr, mal in Euro je Stunde, mal je Hektar — beides ist auswählbar.
Ein Hinweis dazu: Ein Verrechnungssatz deckt meist Schlepper und Anbaugerät zusammen ab, der Fahrer kommt oft noch dazu. Wer den Satz gegen das Anbaugerät allein stellt, vergleicht Ungleiches. Dann gewinnt der Ring immer.
Was sie nicht kann
Sie merkt nicht, wenn Einsätze fehlen. Und sie entscheidet nicht über den Kauf: Termindruck und Schlagkraft stehen in keiner Spalte.
Änderungen
- 1.0 · 23. August 2026 — erste Fassung.
Quellen
- LKSH, Bauernblatt vom 27. Juni 2020: „Technikkosten ruhig mal wieder selber berechnen" (Rechenweg, Kostenpositionen, Wirkung der Auslastung)
- AfA-Tabelle „Landwirtschaft und Tierzucht" des Bundesfinanzministeriums (Nutzungsdauern, offene Daten)
- Verrechnungssatzhefte der Maschinenringe 2026 (Dieselpreisansatz 1,30 €/l, Struktur der Sätze)
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